Roland Dölzer, LEW

Innovationen projektieren, Energieversorgung realisieren

 

Sein Berufsleben dreht sich seit 30 Jahren um Stromverteilung, Energieversorgung und Netzbetrieb.

Strom faszinierte Roland Dölzer, Leiter des Bereichs Projektierung bei der LEW Verteilnetz GmbH, schon von Kindesbeinen an. Nach dem Abitur in Landsberg studierte der gebürtige Lengenfelder Elektrotechnik an der Technischen Universität in München mit Schwerpunkt Hochspannungs- und Anlagentechnik. Anschließend begann er als junger Ingenieur bei den Lechwerken.

 

Bis heute ist er LEW treu geblieben: Seit über dreißig Jahren dreht sich sein Berufsleben nun schon um Strom und Stromnetze. Inzwischen leitet er eine 130-köpfige Abteilung und sorgt bei den Lechwerken dafür, dass Netzbaumaßnahmen ausgearbeitet und umgesetzt werden, damit der Strom sicher und zuverlässig bei den Kunden in Bayerisch-Schwaben und Teilen Oberbayerns ankommt.

„Früher ging es darum, unsere Kunden mit Strom aus den Großkraftwerken zu versorgen.“ Der Ausbau der erneuerbaren Energien bringt im Netzbetrieb ganz neue Herausforderungen mit sich: „Heute kümmern wir uns auch darum, die von den Fotovoltaikanlagen erzeugte Energie in unserem Netz aufzunehmen und zu verteilen. Rund 65.000 solcher Anlagen haben wir in den letzten Jahren an das LEW-Verteilnetz angeschlossen.“ 


Roland Dölzer ist sich sicher: Der Schlüssel der zukünftigen Energieversorgung liegt in der intelligenten Steuerung von Erzeugung und Verbrauch. Im Pilotprojekt „Smart Operator“ testen die Lechwerke unter seiner Leitung derzeit solch ein intelligentes Stromnetz. Längst hat es sich zu einem Leitprojekt weit über die Region hinaus entwickelt.

 

„Ich bin als Ingenieur die Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis. Man projektiert, konstruiert etwas und setzt es dann in die Praxis um. Am Schluss nimmt man die Anlage in Betrieb. Das ist eine super Sache, weil man etwas von seiner Arbeit sieht.“

 

Wie in der gesamten Energiewirtschaft ist auch beim Bau und Betrieb von Stromnetzen alles sehr langfristig angelegt: Eine Hochspannungsleitung oder eine Transformatorstation leistet beispielsweise mehrere Jahrzehnte ihren Dienst. Deshalb spielt Erfahrung in Roland Dölzers Beruf eine große Rolle. Das, was bleibt, ist für ihn ein maßgeblicher Aspekt seiner Tätigkeit.


Privat lebt das Ehepaar Dölzer seit zwanzig Jahren am Stadtrand von Bobingen. Die Natur beginnt gleich hinter dem Gartenzaun und lädt zum Fahrradfahren, Langlaufen und Wandern in den Westlichen Wäldern ein. Ein geliebtes Hobby ist auch die Arbeit im eigenen Garten. Vor allem aber ist Roland Dölzer durch und durch Familienmensch: Er hat zwei erwachsene Kinder und seit Juli 2013 eine Enkelin. „Der Gedanke an nachfolgende Generationen trägt mich beruflich wie privat: Für mich ist wichtig, dass man eine Spur hinterlässt.“